Ein Haus der internationalen Begegnungen
Zwei Studenten sitzen konzentriert vor einem Computer im Obergeschoss des Erich-Brost-Hauses. Sie recherchieren gemeinsam Hintergründe zum Mediensystem in Polen – die Arbeitssprache ist ein Mix aus Deutsch und Englisch, denn einer der Kommilitonen ist ein polnischer Austauschstudent. Derweilen wird im großen Konferenzraum im Untergeschoss der Beamer eingeschaltet.
Hier wird gleich ein Korrespondent über den Wahlkampf in den USA berichten – wenige Woche zuvor hatte eine chinesische Gastwissenschaftlerin von der Chinese Academy of Social Sciences an gleicher Stelle über Fragen des chinesischen Journalismus gesprochen. Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin sortiert noch schnell den jüngsten Forschungsbericht in die hauseigene Dokumentation ein. Das Erich-Brost-Haus am Campus Nord der Technischen Universität Dortmund ist ein Ort der internationalen Begegnungen in Wissenschaft und Praxis. Hier treffen sich Studenten und Professoren, Research Fellows und Journalisten aus der ganzen Welt.
Ausbildung von Nachwuchsjournalisten in Europa
Das Erich-Brost-Haus wurde 2001/2002 erbaut. Unter seinem Dach befindet sich das Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa, welches 1991 durch den Herausgeber und Verleger der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Erich Brost, als gemeinnützige GmbH aus seinem Privatvermögen gegründet worden ist. Die Idee des Stifters war es, Netzwerke europäischer Journalistenausbildungseinrichtungen zu entwickeln, den Austausch von Studierenden und Dozenten zu fördern, neue Lehr- und Lernformen zu entwickeln und Forschung im Bereich des Europäischen Journalismus zu fördern.
Arbeitsraum für multinationale Gruppen

Seminarraum im EBH
Die zentrale Gestaltungsidee des Gebäudes orientiert sich an den Bedürfnissen multinationaler Arbeitsgruppen: ein hohes Maß an Kommunikationsflächen, Flexibilität in der Raumnutzung, Variabilität in der technischen Ausstattung. Über zwei Dutzend Büros, Projekt- und Lehrräume befinden sich in dem Gebäude. Der große Konferenzraum im Erdgeschoss verfügt über eine Dolmetschergalerie und bietet bis zu 120 Besuchern Platz.
Internationale Arbeitsgruppen haben hier eine adäquate Möglichkeit zur direkten Zusammenarbeit vor Ort. Daher befinden sich im Zentrum auch Apartments für Gastforscher. Der Innenhof mit eigener Außenbühne kann für diverse kulturelle Veranstaltungen genutzt werden und das Vestibül eignet sich für Empfänge und kleine Ausstellungen. Das Erich-Brost-Institut kann auf Anfrage für Ihre Veranstaltungen angemietet werden. Weitere Informationen dazu bei Olaf Bartholomé unter Telefon 0231/755-6957.
International lebendig
Im Erich-Brost-Haus finden regelmäßig internationale Konferenzen, Seminare und Workshops statt. Große Forschungsvorhaben wie das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt Adequate Information Management in Europe (AIM)-Projekt sind hier beheimatet, und die Studenten können auf die umfangreiche Literatur der hauseigenen Dokumentation zurückgreifen. Im Erich-Brost-Haus werden viele Sprachen gesprochen, und acht Jahre nach der Grundsteinlegung ist das Erich-Brost-Haus längst mit internationalem Leben gefüllt – ganz im Sinne der Stifter.