Wichtige Information für alle Erstsemester zur Vorlesung "Mediensysteme/ Medienökonomie" (Ursula Götz/Frank Lobigs):
Der Vorlesungsteil "Mediensysteme" findet im Wintersemester wegen eines beruflichen Wechsels von Ursula Götz nicht statt. Er wird statt dessen im Sommersemester 2012 angeboten. Der Vorlesungsteil "Medienökonomie" bei Frank Lobigs findet wie geplant statt, bitte achten Sie auf die Aushänge von Prof. Lobigs.
EU-Berichterstattung für regionale Medien
Diplom Hauptstudium; B.A.: anrechenbar für Modul 8/15
Dipl.-Journ. Marcus Kreutler
Mittwoch 10 – 12 Uhr
Raum: EBH B 55
Beginn: 12. Oktober
„EU? Währungskrise? Macht unser Korrespondent in Brüssel!“ In vielen Redaktionen regionaler und lokaler Medien wird die EU als sehr weit weg wahrgenommen, Berichterstattung darüber gilt vor allem als Aufgabe für Korrespondenten oder wird gleich aus den Agenturen übernommen. Dabei sind die Entscheidungen der Europäischen Union gerade vor Ort wirksam: Ob Feinstaub oder Lärmschutz, Regionalförderung oder Agrarsubventionen, Schulobst in Dortmunder Schulen oder europaweiter Patentschutz für hessische Erfinder – die EU betrifft Bürger und Unternehmen ganz konkret. Das Seminar versetzt die Teilnehmer in die Lage, wichtige EU-Themen vor Ort frühzeitig zu erkennen, umfassend zu recherchieren und schließlich umzusetzen.
Nach einer kurzen Wiederholung der politischen und institutionellen Grundlagen der Europäischen Union werden Arbeitstechniken zur Themenfindung und Recherche regionaler EU-Themen vorgestellt. Schließlich wenden die Teilnehmer die erworbenen Kenntnisse für eigene Produktionen an, die Wahl des Mediums ist dabei frei.
Die Zahl der Plätze ist auf 15 begrenzt. Eine vorherige Anmeldung (marcus.kreutler@tu-dortmund.de) ist erforderlich.
Sachwissen Europa
BA-Modul 6.1
Dr. Michael H. Wappelhorst
Zeit: Montag, 18.15 – 19.45 Uhr und Blocktermin am 11. Januar, 14-19 Uhr (Planspiel)
Raum: EBH, Saal
Wie „funktioniert“ die Europäische Union? Wo befinden sich die Machtzentren im Institutionen-geflecht der EU – Europäische Kommission, Europäisches Parlament und Rat der EU – und auf welche Weise beeinflussen europäische Weichenstellungen Tag für Tag Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland? Wie setzen nationale und internationale Akteure aus Politik und Wirtschaft ihre Interessen in Brüssel durch – und wie geht man als Journalist bei der Recherche zu europabezogenen Themen vor?
Die Vorlesung vermittelt das für europabezogene und internationale Berichterstattung notwendige Grundlagenwissen über die europäischen Institutionen, Akteure und Prozesse; EU-Praktiker nehmen als Gastdozenten an der Vorlesung teil. (Beginn der Vorlesung: 10. Oktober 2011)
Teilnahmebedingungen/Voraussetzungen zur Vergabe eines Scheins:
• Anwesenheit in der Vorlesung,
• Aktive Teilnahme am Planspiel,
• Bestehen der Klausur.
Literaturempfehlungen:
• Weidenfeld, Werner/Wessels, Wolfgang (Hrsg.) (2011): Europa von A-Z – Taschenbuch der Europäischen Integration. Baden-Baden: Nomos/UTB.
• Weidenfeld, Werner (2010): Die Europäische Union. Paderborn: Fink/UTB.
ergänzend:
• Enzensberger, Hans Magnus (2011): Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas. Frankfurt: Edition Suhrkamp
Medienselbstkontrolle in Israel
MA Modul 2 (ersetzt das im Lehrplan angekündigte Seminar „Medienselbstkontrolle in Entwicklungsländern")
Dipl.-Online-Journalistin Tina Bettels, Dipl.-Verwaltungswissenschaftlerin Julia Jorch
Erster Blocktermin: 19. November ab 10 Uhr, weitere Blocktermine werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Israel ist ein Land voller Gegensätze und Extreme. Eine stabile Demokratie, eine Besatzungsmacht, ein Land im ständigen Kriegszustand, eine Industrienation, ein Land zwischen West und Ost. Wie wirken sich all diese Gegensätze auf das Mediensystem aus? Und wie gelingt es Medien, zwischen Militär und nationaler Sicherheit, zwischen Zivilgesellschaft und Pluralismus, ihre journalistische Verantwortung zu wahren?
In diesem Seminar für Studierende des Masterstudiengangs Journalistik werden wir untersuchen, wie israelische Medien ihre Verantwortung wahrnehmen, und welche Rahmenbedingungen diesen Prozess unterstützen.
Dabei sollen verschiedene etablierte und auch innovative Formen von Medienselbstregulierung in Israel untersucht werden. Wie einflussreich ist der israelische Presserat? Wenden alle israelischen Medienunternehmen die von ihm empfohlenen journalistischen Standards und den Ethikkodex an?
Wie sieht es intern bei israelischen Medienunternehmen aus? Stellen Redaktionen und Journalisten Transparenz über ihre redaktionellen Entscheidungen her, um die Glaubwürdigkeit ihrer Publikationen zu erhöhen und die Rolle der Medien in der Gesellschaft zu legitimieren? Wie wird mit Fehlern umgegangen? Gibt es Ombudsmänner oder Korrekturspalten?
Welche Rolle spielen innovative Formen der Medienkontrolle wie beispielsweise Watchblogs in Israel?
Die Teilnehmer dieses Seminars werden selbst – nach einer Einführung in die Forschungsfelder ‚Medienselbstkontrolle‘ und ‚Medien in Israel‘ – ein quantitatives Forschungsprojekt durchführen: Eine Befragung von israelischen Journalisten mit anschließender Auswertung der Daten.
Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich (tina.bettels@tu-dortmund.de oder julia.jorch@tu-dortmund.de)