Internationale Mediensysteme und journalistische Kulturen

Modul 6.3 B.A.

Offen für Studierende Wissenschaftsjournalismus und Kulturwissenschaften (Grundstudium).

Gruppe A (Donnerstag 10 – 12 Uhr): Prof. Dr. Susanne Fengler (EBH)

Gruppe B (Donnerstag 14 – 16 Uhr): Dipl.-Onlinejournalistin Tina Bettels (EBH)

Beginn: 7. April 2011

In den vergangenen Wochen haben wir viel über die „Facebook“-Revolution in arabischen Ländern gesprochen. Die Menschen dort haben sich insbesondere auch deswegen den sozialen Netzwerken zugewandt, weil die staatlich kontrollierten Medien die Medienmärkte dominieren, Pressefreiheit einen geringen Stellenwert besitzt und Journalisten wenig Möglichkeiten haben, unabhängig zu berichten. Doch selbst innerhalb Europas finden sich ganz unterschiedliche journalistische Kulturen: Während die Briten großen Wert auf Recherche legen – und zugleich das Paparazzitum wilde Blüten treibt -, dominiert in Frankreich die meinungsbetonte Publizistik. In diesem Seminar wollen wir die Mediensysteme – also die Medienpolitik und die Medienmärkte - und die journalistischen Kulturen ausgewählter Länder miteinander vergleichen und uns zugleich Grundlagen der vergleichenden Forschung erarbeiten. Die Bereitschaft zur Lektüre auch englischsprachiger Texte wird vorausgesetzt.

Um ein intensives Arbeiten zu ermöglichen, wird das Seminar in zwei Gruppen angeboten, die in etwa gleich große Teilnehmerzahlen haben sollten. Die Seminarinhalte und Anforderungen sind identisch.

Pflichtlektüre:

Thomaß, Barbara (2007): Mediensysteme im internationalen Vergleich. Konstanz: UVK/UTB.

Voraussetzungen:

Aktive Teilnahme am Seminar, Übernahme eines Referats (in Gruppenarbeit), schriftliche Ausarbeitung.

Auslandsberichterstattung

Modul 6.2

Offen für Studierende Wissenschaftsjournalismus und Kulturwissenschaften (Grundstudium).

Gruppe A (Mittwoch 10 – 12 Uhr): Dipl.-Journ. Marcus Kreutler (EBH)

Gruppe B (Donnerstag 14-tägl., 8 – 12 Uhr): Dipl.-Journ. Ursula Götz (EBH)

Beginn: 6. April (Kreutler) / 14. April (Götz)

Berufswunsch Auslandskorrespondent. Die Faszination scheint ungebrochen, doch die Auslandsberichterstattung als journalistisches Arbeitsgebiet hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert: Feste Korrespondenten wurden eingespart oder haben größere Berichtsgebiete abzudecken. An ihre Stelle treten vermehrt „Fallschirmspringer“, die für kurze Zeit zu internationalen Brennpunkten entsandt werden und von dort berichten. Gleichzeitig entwickeln sich das Internet und insbesondere soziale Netzwerke zu einem wichtigen Faktor – als Quelle der Berichterstattung, aber auch als Katalysator wichtiger Ereignisse.

In einem ersten Theorieblock gibt das Seminar einen Überblick über Funktionen, Quellen und Besonderheiten der Auslandsberichterstattung sowie über die Arbeitswelt der Korrespondenten und Redakteure – bereichert durch Gäste aus der Praxis, die einen direkten Einblick in die unterschiedlichsten Facetten von „Auslandsberichterstattung“ geben können.

Einen weiteren Schwerpunkt des Seminars bildet dann die eigenständige Untersuchung der Auslandsberichterstattung deutscher Printmedien über ausgewählte Ereignisse, zum Beispiel über die Revolutionen in Tunesien oder Ägypten. Hier werden auch erste Erfahrungen mit inhaltsanalytischen Arbeitsmethoden gesammelt.

Um ein intensives Arbeiten zu ermöglichen, wird das Seminar in zwei Gruppen angeboten, die in etwa gleich große Teilnehmerzahlen haben sollten. Wunschtermin bitte angeben bei ursula.goetz@udo.edu. Die Seminarinhalte und Anforderungen sind identisch.

Voraussetzungen: Aktive Teilnahme am Seminar, Untersuchung der Berichterstattung und Präsentation der Ergebnisse (in Gruppenarbeit), schriftliche Ausarbeitung.

Grundlagenliteratur wird nach Möglichkeit im EWS zur Verfügung gestellt.

Der Nahostkonflikt – Herausforderung für Journalisten

Diplom Hauptstudium / B.A., Modul 15 bzw. 8/15

Offen auch für Studierende Kulturwissenschaften

Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin Julia Jorch

Vorbesprechung: Mittwoch, 6.April, 9.45-10.15 Uhr, EBH

Blockseminar: 17.-19.6.2011, 9.00-18.00, EBH

Kaum ein Konflikt ist so präsent in den Medien wie der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Und es gibt kaum ein Thema in der internationalen Politik, bei dem den Medien so oft und so vehement der Vorwurf gemacht wird, sie würden zu einseitig berichten - sei es für die israelische oder die palästinensischer Seite.

Was macht diesen Konflikt so schwierig, so unlösbar und gleichzeitig so interessant?

Im ersten Teil des Blockseminars werden die wichtigsten Aspekte des Nahostkonfliktes mithilfe von Theorien aus unterschiedlichen Disziplinen wie Psychologie, Kommunikations- und Politikwissenschaft behandelt und diskutiert. Zum einen soll Grundwissen über Israel und Palästina vermittelt werden, zum anderen vor allem aber ein Schwerpunkt auf das Verständnis der Dynamik des Konflikts gelegt werden.

Auch aktuelle Ereignisse in der Region werden in die Diskussion mit aufgenommen.

Im zweiten Teil wird auf die Rolle der Medien im Konflikt eingegangen. Wie nutzen die Konfliktparteien die Medien gezielt für ihre Zwecke? Was sind die Schwierigkeiten für Berichterstatter in Konflikten allgemein, besonders aber im Fall Nahost? Wie berichten speziell deutsche Medien über die Region und unter welchen Bedingungen?

Vorraussetzungen für die Teilnahme ist die Bereitschaft, die (größtenteils englische) Pflichtliteratur zu lesen, das Anfertigung von Exzerpten zur Basisliteratur, die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier und Literaturliste.

Die Pflichtlektüre muss vor Beginn des Blockseminars gelesen worden sein, da die Diskussionen und Referate im Seminar daran anknüpfen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Anmeldung bitte direkt über

julia.jorch@tu-dortmund.de

Exkursion nach Brüssel

Tanja Leppik-Bork M.A./Prof. Dr. Susanne Fengler

Als Folgeseminar zur Vorlesung „Sachwissen Europa“ im Wintersemester findet im Sommersemester eine Exkursion zu den EU-Institutionen nach Brüssel statt. Dort werden wir das Europäische Parlament und die EU-Kommission besuchen, Mitarbeiter des Europäischen Rats kennen lernen sowie mit Journalisten und Lobbyisten sprechen.

Das Seminar findet - nach Bestätigung der Besuchstermine durch Kommission und Parlament - voraussichtlich am 15./16. Juni 2011 statt.

Kostenbeitrag für Studierende: 80 €/Person für Fahrt und Übernachtung. Die Exkursion wird aus Mitteln des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus gefördert.

Teilnehmerzahl: max. 20 Studierende, die im Wintersemester an der Vorlesung „Sachwissen Europa“ teilgenommen haben.

Ggf. stehen Restplätze zur Verfügung, bei Interesse bitte bis 15. April bei Frau Bartholomé melden (monika.bartholome@tu-dortmund.de).

Forschungsseminar internationaler Journalismus

Diplom Hauptstudium; Modul 15 bzw. 8/15 (B.A.), anrechenbar auch als Lehrforschungsprojekt für Modul 9.1

Offen für Studierende der Kulturwissenschaften

Prof. Dr. Susanne Fengler

Zeit: Donnerstag, 10 – 12 Uhr

Ort: EBH

Beginn: 7. April

Wie baut man ein Forschungsprojekt zu Themen des internationalen Journalismus auf – von der Literaturrecherche über die Hypothesen und die empirische „Feldforschung“ hin bis hin zum wissenschaftlichen Abschlussbericht? In diesem Seminar „üben“ wir gemeinsam, wie man wissenschaftlich an internationale Journalismusthemen herangeht. Das Seminar ist als Hilfestellung für alle Studierenden gedacht, die eine Master-, Bachelor- oder Diplomarbeit in diesem Bereich planen.

Zugleich gibt das Seminar einen Einblick in die konkrete Arbeit an einem großen internationalen Forschungsprojekt – das Projekt MediaAcT am Erich-Brost-Institut, das in diesem Sommersemester rund 3.000 Journalisten in 14 europäischen und arabischen Ländern befragen wird (www.mediaact.eu).

Am Beispiel dieses Projekts gehen wir den Forschungsprozess zunächst Schritt für Schritt durch; anschließend führen die Studierenden ein eigenes kleines vergleichendes Forschungsprojekt durch.

Colloquium für Abschlussarbeiten

Diplom HS, B.A.

Prof. Dr. Susanne Fengler

Zeit: Erster Termin (wg. IfJ-Vorstandssitzung) am Donnerstag, 7. April, 15 Uhr

sowie im folgenden Mittwoch, 27. April, 4. Mai, 18. Mai, 25. Mai, 6. Juli, 13. Juli –

jeweils 16 Uhr

Ort: EBH

Das Colloquium richtet sich an Studierende, die eine Diplom-, Studien- oder Bachelorarbeit im Bereich Internationaler Journalismus planen. Ziel ist zum einen eine intensive Betreuung der Arbeiten, zum anderen dient das Colloquium der Vernetzung unter den Studierenden. Gemeinsam diskutieren wir über Ihre Forschungsprojekte und besprechen Fragen zu Aufbau und Durchführung der Arbeiten, zur Literatur im Bereich Internationaler Journalismus und zum empirischen Vorgehen.