Internationale Begegnungen
In der Veranstaltungsreihe „Internationale Begegnungen“ sind Journalisten und Medienexperten zu Gast am Erich-Brost-Haus. Sie informieren über Mediensysteme und den Journalismus in Ländern der ganzen Welt. Der Schwerpunkt liegt auf europäischen Ländern, doch auch der Blick über Europa hinaus soll nicht vernachlässigt werden.
Sommersemester 2010
In diesem Semester startet die Veranstaltungsreihe mit einem Gastredner aus Polen. Zudem kommen Journalisten aus Griechenland, den USA und China ins Erich-Brost-Haus und berichten über die Medien in ihren Heimatländern.
Alle Interessierten sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen.
Donnerstag, 29. April 2010, 12 Uhr: Medien und Politik nach der Katastrophe von Smolensk

Der Absturz der Maschine des polnischen Präsidenten auf dem Weg zur Gedenkfeier in Katyn hat Polen tief erschüttert. Wie gehen die polnischen Medien mit der Katastrophe um - und wie wandelt sich das Verhältnis zwischen Medien und Politik?
Über die Rolle der Medien in der modernen polnischen Gesellschaft spricht Robert Rajczyk. In seinem Vortrag geht der Dozent der Universität Katowice auch auf die besondere Rolle der lokalen und regionalen Presse und die weitgehend unbekannten Kooperationen zwischen kommerziellen Medien und lokalen Politikern ein.
Donnerstag 27. Mai 2010, 10 Uhr: Griechenland zwischen Pleiteängsten und europäischem Hilfspaket

Mit 12,7 Prozent Staatsdefizit in Griechenland steht die Euro-Zone vor einer Bewährungsprobe. Wiederholt hat Athen die EU-Partner und die Medien mit falschen Defizitzahlen getäuscht. Einen strengen Sanierungsplan hat die EU beschlossen, die Griechen reagierten mit Demonstrationen und Streiks. Doch wie denken sie tatsächlich über das Sparprogramm? Wie berichten die Medien über die Krise? Nick Malkoutzis, stellvertretender Chefredakteur der englischsprachigen Tageszeitung Kathimerini, spricht über die Situation in seinem Heimatland.
Donnerstag, 17. Juni 2010, 10 Uhr: Obama und die Grenzen des Wandels

Hohe Erwartungen begleiteten Barack Obamas Amtsantritt. Rund eineinhalb Jahre später ist die Bilanz gemischt: Er hat Amerikas Ruf in der Welt verbessert, doch bei drängenden Konflikten gab es wenig Fortschritt. Den befürchteten wirtschaftlichen Zusammenbruch hat er verhindert, doch die USA leiden unter der höchsten Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten. Über Erfolge und Enttäuschungen spricht sein deutscher Biograph Dr. Christoph von Marschall. Der USA-Korrespondent des Tagesspiegels beobachtete die Obamas erst im Wahlkampf und nun im Weißen Haus.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung NRW statt.
Donnerstag, 8. Juli 2010, 12 Uhr: China - Das größte Intranet der Welt

Google? Brauchen wir nicht! Facebook? Machen wir selbst! Twitter? Können wir auch! Systematisch wie kaum ein anderes Land kontrolliert das Regime in Peking das Internet. Die Wirtschaftsjournalistin Jia Long spricht über das Mediensystem in ihrem Heimatland und über die Hindernisse und Möglichkeiten digitaler Medien für die Integration von Minderheiten. Sie profitiert dabei von ihrer eigenen Erfahrung: Seit drei Jahren lebt Jia Long in Deutschland und forscht über chinesische Online-Medien.