Exkursion nach Brüssel
In die belgische Hauptstadt reiste im Januar 2010 erneut eine Studentengruppe des IfJ. Die Exkursion nach Brüssel ist zentraler Bestandteil der Vorlesung "Sachwissen Europa".

Fotos: Lindekamp
Im Parlament

EU-Parlament
In der Vorlesung hat Prof. Dr. Fengler ihren Studenten das Grundlagenwissen für europabezogene und internationale Berichterstattung vermittelt. In Brüssel hatten die knapp 80 Seminarteilnehmer die Gelgenheit, sich vor Ort über die Politikbereiche der EU zu informieren.
Im Parlament stellte sich Benjamin Krieger, Pressesprecher der FDP (im Foto rechts), den Fragen der Studenten. Werdegang, Arbeitsalltag und politische Kommunikation waren Themen in dem Gespräch.
Von den Besucherrängen aus warfen die Studenten einen Blick in den Plenarsaal. Auf den Sesseln im Innenraum nehmen zu den Sitzungen die Abgeordneten der einzelnen Länder Platz. Die Simultanübersetzer in der Dolmetscherkabinen ermöglichen dann den multilingualen Austausch, wie ein Mitarbeiter des Besucherdienstes erklärte.
Zu Gast in der Kommission

Lukas Repa
Neben dem Besuch im Europäischen Parlament standen ein Besuch in der Kommission und in der ständigen Vertretung auf dem Programm. Im Saal "Lord Jenkins" im Kommissionsgebäude diskutierten die Studenten zunächst mit Lukas Repa (Foto links) vom Referat für Beihilfenkontrolle der Generaldirektion für Wettbewerb und mit dem Pressesprecher der Kommission für den Bereich "Landwirtschaft und ländliche Entwicklung", Michael Mann (Foto unten links).
Die Kontrolle staatlicher Beihilfen im Rundfunksektor war Thema des Gesprächs mit Lukas Repa. Die Debatte schloss an die aktuelle Diskussion um die Rundfunkgeühren von ARD und ZDF an. Im europäischen Vergleich fördert Deutschland den Rundfunk am meisten - mit 7 Milliarden Euro pro Jahr im Vergleich zu beispielsweise 1 Milliarde in Spanien. Um den Wettbewerb nicht zu verzerren, soll auf Beschluss jetzt ein Drei-Stufen-Test die Online-Angebote der Öffentlich-rechtlichen überprüfen. "Der Test sollte auch als Chance begriffen werden und nicht bloß als bürokratische Entscheidung Brüssels", so Repa. "Jetzt findet eine kritische Auseinandersetzung mit dem Mehrwert der Angebote statt."
Freizeit
Die Studenten lernten nicht nur den politischen Alltag in Brüssel kennen. Bei einer Stadtrundfahrt und in der Freizeit hatten sie Gelegenheit, die Stadt zu erkunden.
Neben Waffeln und Bier gehören auch Comics zu den belgischen Spezialitäten. Mit Hergé (Tim und Struppi, unten rechts), Jean Roba (Boule und Bill, unten links) und zahlreichen anderen hat Belgien welche der bekanntesten Comiczeichner hevor gebracht. In der Innenstadt überraschen die Spuren der Comic-Helden an vielen Fassaden.








